Die Gewinner 2015


Der Hauptpreis: Umfassende Vernetzung der Fertigung bei Bosch

 Am Standort Blaichach produziert Bosch elektronische Bremssysteme, Einspritzkomponenten, Turbolader sowie Sensoren für die Antriebstechnik. Den Industrie 4.0 Award erhielt das Unternehmen für die Einführung einer Lösung zur Vernetzung sämtlicher Betriebsmittel in Fertigung und Logistik. Aktuelle Betriebs- und Leistungsdaten der Anlagen erfasst das Unternehmen dabei in Echtzeit, was für Transparenz und für eine kontinuierliche Optimierung sorgt.

 

Dies setzte Bosch nicht nur erfolgreich am Standort Blaichach um, sondern flächendeckend in der gesamten Division: mehr als 5.000 Fertigungsanlagen wurden vertikal und horizontal vernetzt und die Software standardisiert. „Erfolgreiche Industrie 4.0-Lösungen erzeugen aus Daten Wissen. Genau dies ist hier der Fall: Bosch gewinnt fundierte Informationen über die Maschinen und leitet daraus Handlungsempfehlungen ab, etwa bei einem Benchmarking der einzelnen Werke“, erläutert Hans-Georg Scheibe, Vorstand der ROI Management Consulting AG und Jury-Sprecher, die Auszeichnung.

 


Kategorie-Preis: Kollaborative Robotik am Continental Standort in Regensburg

 Sieger in der Kategorie "Kollaborative Robotik" des „Industrie 4.0 Award 2015“ ist der Automobil-Zulieferer Continental. An dessen Regensburger Standort konnte durch die Vernetzung von Menschen, kollaborativen Industrierobotern und fahrerlosen Transportsystemen kürzere Taktzeiten realisiert werden. Diese und weitere Industrie 4.0 Implementierungen führten in den letzten Jahren zu signifikanten Verbesserungen bei operativer Exzellenz und Umsatz.

 

Kategorie-Preis: Vertikale Integration bei ebm-papst

 

Als besonders zukunftsorientiert stufte die Jury des Industrie 4.0 Award die IT-Architektur des Werkes von ebm-papst in Mulfingen ein, welche dem Unternehmen als Basis für einen eigenen Industrie 4.0 Werkzeugbaukasten dient. Herzstück der Lösung bildet die Integrationsschicht zwischen MES und Anlage. Neben einer hohen Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit ergeben sich dadurch weitere positive Effekte, etwa mehr Transparenz bei den Prozessen sowie eine einfachere Integration neuer IT-Elemente. Nach der erfolgreichen Umsetzung im Werk Mulfingen erfolgt derzeit der globale Rollout der Lösung.

 

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